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Erdwärme Bohrungen

Erdwärme BohrungenUm die Erdwärme für den Menschen nutzbar zu machen, sind tiefe Bohrungen erforderlich. Diese lassen sich nicht immer einfach realisieren, je nach Gesteinsschichten ist ein nicht gerade geringes Investitionskapital notwendig. Die Bohrungen erfolgen je nach Nutzungsart bis in Tiefen von 2-5km. Diese Bereiche sind aber vor allem für kommerziell genutzte Verfahren notwendig, sie dienen dann zur Betreibung von Kraftwerken. Für die private Nutzung der Erdwärme wären diese Bohrungen deutlich zu teuer und absolut nicht wirtschaftlich. Für die Wärmeversorgung eines normalen Haushaltes sind je nach geologischen Gegebenheiten der Region Tiefen zwischen 40 und 240 Meter völlig ausreichend. In Deutschland sind Bohrungen mit einer Tiefe von mehr als 100 Metern allerdings nur in Ausnahmefällen möglich, weil dann das deutsche Bergbaurecht Anwendung findet und strenge Regeln beachtet werden müssen.

Bohrverfahren für die Nutzung der Erdwärme 

Die Erdwärme-Bohrungen selbst erfolgen dann über zwei Verfahren, entweder als Imlochhammer-Bohrung oder als Spülbohrung.

Erdwärme - Imlochhammer-Bohrverfahren 

Bei dem Imlochhammer-Verfahren wird Luftdruck verwendet. Ein Kompressor treibt dabei einen Hammer an, der sich im Bohrloch befindet und dieser zertrümmert mit einer Schlagzahl von ca. 6000-7000 Schlägen pro Minute dann das Gestein. Für dieses Verfahren muss kein Roch in die Bohrstelle eingebracht werden, das Loch bleibt alleine durch den Luftdruck stabil.

Erdwärme - Spülbohrungen

Beim Erdwärme-Spülbohrverfahren gibt es verschiedene Varianten, es gibt eine direkte und eine indirekte Spülung. Bei beiden ist das Bohrloch nur auf den ersten paar Metern mit einem Rohr gesichert, alles andere wird dann von der Spülflüssigkeit getragen. Diese Flüssigkeit erzeugt einen starken Überdruck, der die Wände des Bohrloches stabil hält. Das Gestein, welches herausgebohrt wurde, wird von der Spülflüssigkeit nach oben getragen, zusätzlich werden in dieser meistens noch Zusätze verarbeitet, die den Transport noch weiter vereinfachen sollen. Oftmals werden Bentonit und Carboxymethylcellulose verwendet. Ersteres stützt den Bohrlochrand und letzteres erhöht die Tragfähigkeit der Spülflüssigkeit, so dass das Gestein noch besser nach oben geschwemmt werden kann. Im direkten Verfahren muss die Spülflüssigkeit in ein Becken geleitet werden, wo sich das Gestein absetzen kann. Danach wird die Flüssigkeit zurück ins Bohrloch gepumpt. Bei der indirekten Spülung wird das Gestein nicht durch die Flüssigkeit, sondern durch das Gestänge des Bohrers abtransportiert.

Welche Erdwärme-Bohung ist geeigneter?

Welche Erdwärme-Bohrung geeigneter ist, lässt sich für einen Laien nicht feststellen. Wer privat Erdwärme nutzen möchte, sollte sich vorher unbedingt bei einem Bohrunternehmen informieren und beraten lassen, diese wissen auch, welches Verfahren geeigneter ist. Wie man allerdings schon bemerkt haben sollte, ist eine Eigenbohrung nicht möglich, zum einem fehlt das Equipment und zum anderen erreicht man mit „Hausmitteln“ auch niemals die benötigten Bohrtiefen für Erdwärmeheizungen.