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Erdwärmesonden

ErdwärmesondenErdwärmesonden werden tief in den Erdboden eingelassen und erwärmen dort eine Flüssigkeit auf eine höhere Temperatur. Je nach der geplanten Nutzung werden Erdwärme-Sonden unterschiedlich tief in die Erde eingelassen. Für den normalen Privathaushalt, der eine Erdwärmeheizung nutzen möchte, sind Tiefen zwischen 40 und 240m üblich, mehr als 100m sind allerdings extrem selten. Nach der Erdwärme-Bohrung wird ein Rohr in das Bohrloch eingelassen, durch das dann entweder Wasser oder Sole geleitet werden. In den tieferen Erdschichten herrscht eine höhere Temperatur als an der Oberfläche, außerdem ist sie das gesamte Jahr über konstant. Daher lassen sich mit Erdwärme Sonden ohne Probleme sehr konstante Heizleistungen erzeugen. Nachdem das Wasser erwärmt wurde, wird es wieder an die Oberfläche zu einer Wärmepumpe geleitet, die die aufgenommene Wärme entzieht. Danach leitet man das Wasser wieder zurück und lässt es erneut Wärme aufnehmen.

Theoretisch wäre in knapp 5km Tiefe der ideale Punkt für eine Erdwärmesonde, da hier die Temperatur bereits so hoch wäre, dass keine Wärmepumpe mehr erforderlich ist. Allerdings ist der Aufwand für eine solche Bohrung immens hoch und daher bisher noch nicht realisiert worden. Es gibt aber in Deutschland bereits mehrere Erdwärme-Testprojekte, in denen sich Erdwärmesonden in knapp 3km Tiefe befinden. Außerdem läuft in Neuweiler im Schwarzwald derzeit ein Erdwärmeprojekt an, in dem mit Erdwärmesonden ein komplettes Baugebiet versorgt werden soll. Sogar die Straßen sollen mithilfe von Erdwärmesonden im Winter eisfrei gehalten werden.