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Heizen mit Erdwärme

heizen kühlen ErdwärmeheizungenBei den derzeitigen Energiepreisen lohnt sich der Umstieg auf regenerative Energien zunehmend immer mehr. Und weil sie überall in praktisch unbegrenzter Menge vorhanden ist, lohnt sich der Umstieg auf eine Erdwärmeheizung im Moment am meisten. Für das Heizen mit Erdwärme sind zwar hohe Investitionskosten notwendig, dafür lässt es sich aber überall realisieren.

Um mit Erdwärme zu heizen ist zunächst eine Bohrung notwendig, in die eine Erdwärmesonde eingelassen wird. Die Erdwärmesonde besteht praktisch aus einem Rohrsystem, durch das eine Flüssigkeit geführt wird. In den meisten Fällen ist dies Wasser, manchmal mit Glykol als Frostschutzzusatz. Bereits aber einer Tiefe von ca. 2m herrscht im Erdreich eine Temperatur von konstant 10°C und auf diese Temperatur wird das Wasser erwärmt. Wieder an der Oberfläche angekommen, läuft es durch eine Wärmepumpe, die dem Wasser die aufgenommene Wärme entzieht und weiterverarbeitet.

Für die Wärmepumpe ist natürlich ein gewisser Energieaufwand notwendig, viele Energieversorgungsunternehmen bieten allerdings spezielle Wärmepumpen-Stromtarife an, die eine vergünstigte Lieferung der benötigten Energie ermöglichen. Durch dieses Prinzip kann im Winter dann die notwendige Heizenergie aus der Erde bezogen werden.

heizen kühlen ErdwärmeheizungenKühlen mit Erdwärmeheizungen 

Allerdings hat die Erdwärmenutzung noch einen weiteren Vorteil, während die Erdwärmeheizung im Winter die nötige Wärme liefert, kann sie im Sommer auch die Wohnung kühlen. Dafür wird dann die Wärmepumpe abgeschaltet und durch eine Umwälzpumpe ersetzt. Diese pumpt das kalte Wasser dann zum Beispiel in eine Fußboden- oder Wandheizung. Dadurch lässt sich die Temperatur eines Raumes ohne Probleme auf angenehme 22°C senken und zusätzliche Energiekosten durch eine Klimaanlage würden völlig entfallen.

10% der deutschen Neubauten werden inzwischen mit diesem System ausgestattet und dadurch lassen sich die Energiekosten auf ein deutlich niedriges Niveau senken. In der Schweiz liegt diese Quote inzwischen sogar bei 75%, allerdings können dort auch ohne Probleme tiefere Bohrungen durchgeführt werden. In Deutschland muss bei einer Bohrung von mehr als 100m Tiefe das Bergbaurecht beachtet werden, in der Schweiz ist das nicht notwendig.