home loans
home loans
Energieportal

Staatliche Förderung für Erdwärmeheizungen

staatliche Förderung ErdwärmeheizungenLange Zeit hatten die Erbauer von Erdwärmeheizungen keine Möglichkeit, den Bau ihrer Erdwärmeheizungsanlagen Staatlich fördern zu lassen. Am 5.Dezember des Jahres 2007 wurde das aber endlich geändert. In den Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung von regenerativen Energien befand sich neben den bereits bekannten Solar- und Windkraftanlagen nun auch endlich die Nutzung der Erdwärme durch Erdwärmepumpen. In den Richtlinien steht allerdings auch, dass es keinen Rechtsanspruch auf die staatliche Förderung für Erdwärmeheizungen gibt und die Mittel nur solange der Vorrat reicht gewährt werden. Sind die geplanten Ausgaben ausgeschöpft, gibt es kein Geld mehr vom Staat. Man sollte daher die Fördermittel möglichst schnell beantragen, wenn man plant, eine Wärmepumpe zu installieren.

Welche Erdwärmeanlagen und Wärmepumpen werden Staatlich gefördert?

staatliche Förderung ErdwärmeheizungenFördern lassen sich effiziente Wärmepumpen und „besonders innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung“, kein Förderungsanspruch besteht bei Prototypen, Eigenbauten und gebrauchten Erdwärmeanlagen. Die Wärmepumpen müssen mindestens eine Jahresarbeitszahl von 4,0 bei Neubauten und 3,5 bei Altbauten haben, ansonsten gelten sie nicht als effizient. Die Anlage muss von einem Fachunternehmen eingebaut und abgenommen werden. Die Fördersätze liegen unterschiedlich hoch. Bei Wasser/Wasser-Wärmepumpen greift der Staat dem Erbauer mit 10€ pro Quadratmeter Wohnfläche unter die Arme, allerdings maximal bis 2.000€ je Wohneinheit. Sind in einem Gebäude mehr als 2 Wohneinheiten vorhanden, gibt es maximal 10% der Nettoinvestitionssumme. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gibt es 5€ je Quadratmeter und maximal 850 Euro Förderung vom Staat. Diese Grenzen gelten für Neubauten, bei Altbauten ist die staatliche Förderung noch höher. Hier werden für Wasser-Wasser-Wärmepumpen 20 Euro pro m² vom Staat dazubezahlt, maximal aber 3.000 Euro. Für Luft-Wasser-Wärmepumpen gibt es immerhin noch 10 Euro pro m², allerdings maximal nur 1.500 Euro.

Zusätzliche staatliche Förderung

Neben dieser normalen staatliche Förderung ist auch noch eine zusätliche staatliche Förderung möglich, zum Beispiel, wenn die Wärmepumpe eine höhere Jahresarbeitszahl als 4,7 hat. Unter diesen Umständen ist eine Erhöhung der staatlichen Förderung um bis zu 50% möglich. Außerdem gibt es eine zusätzliche Förderung für den Einbau von Wärmepumpen in effizienten Gebäuden, dann gibt es sowohl die Basisförderung als auch einen Effizienzbonus. Dafür muss allerdings ein entsprechender Energieausweis des betroffenen Gebäudes vorliegen.

Antragstellung für staatliche Förderung der Erdwärmeheizungen / Erdwärmepumpen 

Der Antrag auf Bewilligung von Fördergeldern muss spätestens sechs Monate nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage gestellt werden, ansonsten verfällt der Anspruch auf Förderung. Benötigt werden für den Antrag ein Nachweis über die Betriebsfähigkeit der Anlage, eine Rechnung von einem Fachbetrieb für den Bau der Anlage, einen Nachweis über die Nennwärmeleistung oder die Wohnfläche und eine Fachunternehmererklärung nach dem BAFA-Muster. Beantragt werden die Fördergelder beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, auf deren Website www.bafa.de befindet sich auch ein sehr übersichtliches elektronisches Verfahren für die Antragsstellung.